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14 Mar 18

Der Nabel der Welt kommt in Bewegung

Der Chief Commercial Officer von Tata Steel, Dr. Henrik Adam brachte es auf den Punkt: „Wir müssen in Kreisläufen denken.“ Der Verfasser hat es bisher selten erlebt und ist hoch erfreut über die Tatsache, dass sich die Stahlindustrie inzwischen so unverkrampft, positiv und offen mit dem Thema Schrott und Recycling auch öffentlich auseinandersetzt und äußert. Wir haben es immer (natürlich ganz uneigennützig) gewusst, dass das Stahlrecycling ein wesentlicher Erfolgsfaktor der (europäischen) Stahlindustrie für die Zukunft ist. Frei nach dem Motto „Der Superzyklus ist Tod, es lebe der Superzyklus“ wird aktuell in Analysten- Finanz- und Investorenkreisen intensiv diskutiert, ob es nach den erheblichen Kursanstiegen der Rohstoffe in den Jahren 2000 bis 2007 nun Zeit für einen neuen beziehungsweise die Fortsetzung des alten Superzyklus sei. So stellt die malaysische Online-Zeitung „The Edge“ die Frage: „A new commodity supercycle in the making?“ und zitiert wenig überraschend den häufig genannten (Rohstoff-)Investmentguru Jim Rogers. Auch kann man lesen, dass der Bloomberg Commodity Index (BCOM) den höchsten Stand seit August 2015 erreicht hat. So weit, so gut. Das ist aber als ausschließliche Begründung wohl noch etwas dünn.

Interessanter wird es schon, wenn man liest, dass die Investment Bank Goldman Sachs extrem „bullish“ (positiv) für Rohstoffe ist, was die kommenden Monate angeht. Und partiell schwächere Aktienbörsen scheinen diese Einschätzung noch zu unterstützen. Als Ursache für einen möglichen Boom sieht Goldman Sachs das deutliche und robuste Anziehen der Weltwirtschaft und die gute Auslastung der Fabriken, welche einen hohen Rohstoffbedarf generieren und die bestehenden Lagerbestände zum Abschmelzen bringen. Darüber hinaus weiß Jeffrey Currie, Leiter der Rohstoffanalyse bei Goldman zu berichten, dass historisch die Rohstoffe insbesondere in Zinserhöhungszyklen gute Renditen erzielt hätten. Für die USA können wir sicher schon von einem solchen Zinserhöhungszyklus sprechen, in Europa lässt dieser aktuell noch etwas auf sich warten. Und auch wenn es in den letzten Monaten immer wieder kurzzeitige Korrekturen in den Rohstoffmärkten gegeben hat, sind die Analysten, wie zum Beispiel auch die der Citigroup nicht von ihrer Einschätzung abgerückt.

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