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19 Jan 18

Hilft der Ketchup-Effekt den Falken?

Dass sich gerade die Bankenwelt als einer der Trendsetter dieser Entwicklung präsentiert, ist allerdings kaum überraschend, denn seit der Finanzkrise ist einiges an zerstörtem Vertrauen zurückzugewinnen. Die Eröffnung der Konferenz wird, dem Stellenwert des Themas angemessen, durch den CEO der Société Générale durchgeführt. Ob der extrem nachhaltige Schrotthandel- und aufbereitung auch zu den Konferenzthemen gehört, war nicht herauszufinden.

Die Commerzbank geht in ihren Kapitalmarktperspektiven 2018 und im Langfristausblick 2018-2024 für private Kapitalanleger auch auf die Rohstoffmärkte ein. Differenzierter als in manch anderen vergleichbaren Publikationen kommt man zu der Einschätzung, dass die Entwicklung für 2018 uneinheitlich zu erwarten sei. Während bei Öl, so die Analysten, eher die Preisrisiken überwiegen, sieht man Preiskorrekturen bei Nickel, Kupfer und Aluminium als Kaufgelegenheiten. Insofern werden die Rohstoffe nicht nur reduziert auf einen Index, wie zum Beispiel den GSCI Rohstoffindex, betrachtet. Das ist auch richtig, denn die verschiedenen Rohstoffe haben auch innerhalb einer Rohstoffklasse eine unterschiedliche Dynamik sowie abweichende Angebots- und Nachfrageparameter. Rohstoffe sind eben keine einheitliche Anlageklasse.

Es liegt auf der Hand, dass man Nahrungsmittel, Energierohstoffe, Industriemetalle sowie Edelmetalle nur schwer miteinander vergleichen und daher nicht in einem Topf schmeißen kann. So wird sich die (in manchen Sektoren gesteuerte) Wachstumsabschwächung in China natürlich auch auf die Rohstoffnachfrage auswirken. Doch während Eisen und Kohlenstoffstahl wegen geringerer Bau- und Infrastrukturaktivität möglichweise weniger nachgefragt werden und sich deswegen schwächer entwickeln, bricht für den „Wohlstandrohstoff“ Edelstahl und dessen Rohstoffe das goldene Zeitalter auch in China vermutlich erst an. Und der Hype um die Elektromobilität tut ein Übriges.

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