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19 Jan 18

Hilft der Ketchup-Effekt den Falken?

Langsam wäre es aber schon möglich, den Startschuss für eine Zinswende auch im Euro-Raum zu geben. Denn man sollte sich natürlich auch dafür wappnen, dass die schon seit zahlreichen Jahren eigentlich robuste Wirtschaftsentwicklung einmal eine Pause macht. Dann sollte man auf der Zinsseite etwas als Stimulus zusetzen können. Das ist aber bei einem aktuellen Leitzins von 0 Prozent und Strafzinsen für Banken für kurzfristige Einlagen bei der Zentralbank von minus 0,4 Prozent sicher nicht der Fall. Das geldpolitische Instrumentarium wäre wirkungslos. Weder hätte eine weitere Zinssenkung einen Effekt, noch könnte man die Geldmenge weiter signifikant erhöhen.

Schaut man sich schließlich noch die Differenz zwischen Einlagezinsen von 0 bis minus 0,4 Prozent und eine Inflationsrate von 1,8 Prozent an, wird auch klar, was eigentlich politisch erreicht werden soll: die sukzessive Reduzierung der Staatsschulden über die Inflationsrate bei gleichzeitiger Enteignung der Sparer. Leider ist diese häufig gehörte populistische Phrase sogar volkswirtschaftlich richtig. Die Strategie nach der Finanz- und Staatsschuldenkrise zur Sozialisierung der Verluste ist also aufgegangen, allerdings wurde auch Schlimmeres verhindert. Aber nun ist es Zeit für die Politik und die Zentralbanken dafür zu sorgen, dass der Abstand zwischen Inflation und Zinsen nicht zu groß wird, sonst gibt es in einigen Jahren die nächste flächendeckende Krise, die Altersarmut lautet.

Im November berichteten wir über Kostensteigerungen bei Grafitelektroden, einem wichtigen Verbrauchsmaterial für die Elektrostahlproduktion. Die Preise waren in 2017 aus verschiedenen Gründen auf bis zu USD 40.000,00/mt gestiegen, verglichen mit USD 2.000,00/mt in 2016 eine geradezu gigantische Entwicklung. Auch wenn es in den letzten Monaten eine gewisse Abschwächung auf der Preisseite gegeben hat, wird auch für 2018 mit höheren Preisen gerechnet.

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