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08 Dec 17

Gans zu Weihnachten und Bowle im Sommer

Ebenso zeigt die Entwicklung des Welthandels nach einer langen Phase von Schrumpfung und Siechtum (endlich) wieder nach oben und das allen Diskussionen bezüglich Protektionismus zum Trotz. Und dass China’s Wachstumsraten sich schrittweise im Nachkommabereich reduzieren ist auch kein wirkliches Problem, sondern vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit des Wachstums sogar eher zu begrüßen. Was nicht wenige Kommentatoren vergessen ist, dass ein graduell niedrigeres Wachstum auf einer höheren Basis immer noch absolut zu einer größeren Nachfrage führt. Und wenn das Angebot dann nicht entsprechend Schritt hält, kommt es in der Tendenz zu einer Reduzierung des bestehenden Angebotsüberschusses und ab einem gewissen Wendepunkt dann sogar zum Aufbau eines Nachfrageüberhangs.

Dazu passend hatte die Nachrichtenagentur Reuters zuletzt im November ihre traditionelle Umfrage bezüglich Preiserwartungen und Angebots-/Nachfragebilanz abgehalten. Für 2017 erwartet der Konsensus, was soviel heißt, wie der arithmetisch ermittelte Durchschnitt der Prognosen der Marktteilnehmer, im Nickelmarkt ein Angebotsdefizit von immerhin 49.350 Tonnen. Für 2018 soll dieses dann, wenn die Auguren Recht behalten, mit 43.000 Tonnen in etwa auf dem gleichen Niveau liegen. Das würde dann immerhin eine Reduzierung der bestehenden Nickellagerbestände von über 90.000 Tonnen bedeuten. Zum Vergleich: Bei Kupfer erwarten die Teilnehmer der Reuters-Erhebung für 2018 alleine einen Überschuss von 93.000 Tonnen. Dies zeigt auch, wie unterschiedlich die Fundamentaldaten der verschiedenen Basismetallmärkte sind.

File: Lesen Gans zu Weihnachten und Bowle im Sommer (PDF)

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