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14 Nov 17

„The Party leads“

So handelt Edelstahlschrott gegenwärtig mit einem Abschlag auf den LME-Nickelpreis. Dies ist aber nicht festgeschrieben. Zum Beispiel wurde zur Jahresmitte 2007 Edelstahlschrott, wegen der bestehenden Marktenge hinsichtlich Nickeleinheiten, zeitweise mit einer Prämie auf den LME-Preis gehandelt. So wäre es nicht verwunderlich, wenn durch die gegenwärtigen Änderungen der Präferenzen der Gesellschaft hinsichtlich Umweltverschmutzung und Kohlendioxidemissionen bestimmte vorteilhafte Parameter beim Edelstahlschrott eine positive preisliche Bewertung erfahren könnten. Und es wäre auch eher überraschend, wenn eine steigende Nachfrage nach Primärnickel zum Beispiel aus dem Batteriesektor mit entsprechend höheren Preisen, nicht auch für steigende Preise anderer Nickelträger sorgen würde. Denn die Nickelmenge, welche zukünftig in der Batterieproduktion verwendet wird, steht für die heute dominierende Edelstahlproduktion schon rein physisch nicht mehr zur Verfügung. Daher wird man sich noch mehr auf den Schrott und andere Nickelträger konzentrieren müssen.

Sollte Schrott aber parallel und nicht zuletzt auch aus Umweltgründen aus China und dem Rest der Welt verstärkt nachgefragt und präferiert werden, ist ein Angebotsengpass schon alleine dadurch gegeben, dass die jeweils zu einem Zeitpunkt verfügbaren Schrottmengen nie ausreichen werden, den gesamten Rohstoffbedarf der Edelstahlindustrie zu decken. Es sei denn, es gäbe einen deutlichen Rückgang der Produktion. Damit ist aber nicht zu rechnen. So wird am Ende der Markt entscheiden, welchen Preis der Produzent und Endverbraucher für einen sauber produzierten Stahl und die dafür verwendeten Rohstoffe zu bezahlen bereit ist.

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