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12 Jul 17

Mit dem Strom schwimmen ist leicht

Digitalisierung, Automatisierung, Industrie 4.0: unter diesen und anderen Schlagwörtern wird aktuell mehr und mehr diskutiert, welche zunehmenden Auswirkungen der Einfluss von Computern und Informationstechnik auf unsere Arbeits- und Lebenswirklichkeit hat und noch haben wird. Denn wir befinden uns inmitten, und inzwischen für fast jeden spür- und erfahrbar, in einer nicht aufzuhaltenden Entwicklung und das schon seit geraumer Zeit. Als erster Teil der Konferenzreihe „Pre-Invent“ fand kürzlich in der Hochschule Düsseldorf eine Veranstaltung statt, die sich mit den neuen digitalen Technologien multidisziplinär auseinandersetzte.

Unter anderem gab es einen Vortrag des Stanford-Professors Fred Turner zum „Democratic Surround“, der (versuchten) Einflussnahme durch die Kommunikationsmedien wie zum Beispiel Gestaltung, Architektur und Musik vom zweiten Weltkrieg über die psychedelischen Sixties bis hin in die Neuzeit. Es war geradezu überraschend, wie sich bei näherem Hinsehen, die Mittel der antifaschistischen Propaganda in Amerika über die Happenings der 60er Jahre bis hin zu den Wirkungsmechanismen der sogenannten Social Media gleichen. Doch zunächst ein recht überraschender Exkurs. Im Rahmen eines Vortrags wurde dem offensichtlich schon nicht mehr ganz so Social Media-affinen Autor erstmalig bekannt, dass das soziale Netzwerk Facebook, seinen Nutzern seit September 2014 für einen gewissen Zeitraum eine kaum vorstellbare Auswahl an Geschlechtern zur Verfügung stellte. Die Nutzer konnten nämlich hinsichtlich des Geschlechts nicht nur zwischen männlich und weiblich wählen, sondern zwischen 58 weiteren Geschlechteridentitäten. Wer sich einmal über die Optionen informieren möchte, dem sei die Eingabe von „60 gender facebook“ in einer Suchmaschine empfohlen.

File: Lesen Mit dem Strom schwimmen ist leicht (PDF)

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