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15 May 17

Episode 9: Im Würgegriff marktferner Kräfte

Bei der Recherche zu dieser Publikation stößt man immer wieder auf Beiträge in durchaus renommierten Fachmedien, die offenbaren, dass es häufig wohl eher um die Produktion von Wörtern geht, als um brauchbare Inhalte. Die Leser werden zwar mit Daten und Informationen überflutet, ohne dass aber ein Erkenntnisgewinn geschaffen wird. Oder mit anderen Worten: die Lektüre bringt den Leser auch nicht weiter. Leider scheint das ein Zeichen der Zeit beziehungsweise der modernen Informationsgesellschaft zu sein. Das sinnvolle Filtern von Informationen und Daten wird daher immer wichtiger, aber wegen der schieren Masse auch immer schwerer.

Unter dem Titel: „Wird in China das angestrebte Schrottnachfrageziel endlich doch erreicht?“ berichtet ein Magazin, dass ein höherer Schrotteinsatz bei den „grünen“ Entwicklungszielen in China eine hohe Priorität habe. Eine grundsätzlich erfreuliche Feststellung würde man meinen. Das Ziel läge zwar im internationalen Vergleich mit angestrebten 220 kg oder 22% pro produzierter Tonne niedrig, aber dies entspräche immerhin einer Verdoppelung gegenüber dem Schrotteinsatz von 104 kg im Jahr 2015, welcher durch die China Association of Metal Scrap Utilization (CAMU) berechnet wurde. Der Autor weist darauf hin, dass der Schrotteinsatz zehn Jahre vorher höher, nämlich bei 176 kg gelegen hätte. Sollte das Ziel von 22% Schrotteinsatzquote bis 2020 umgesetzt werden, würde dies einer absoluten Schrottnachfrage von 187 Millionen Tonnen entsprechen, was bezogen auf die Weltschrottnachfrage eine Mehrmenge von 20% gegenüber heute bedeuten würde. Weiter wird berichtet, dass die bisherige Zurückhaltung China’s bezüglich Schrotteinsatz vor allem ökonomische Gründe gehabt hätte. Erst zuletzt wäre Schrott preislich deutlich attraktiver als die komplementär und überwiegend eingesetzten Primärrohstoffe gewesen. Und damit endet dann auch die „Analyse“.

File: Lesen Episode 9: Im Würgegriff marktferner Kräfte (PDF)

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