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15 May 17

Episode 9: Im Würgegriff marktferner Kräfte

Vom Finanzplatz London wird berichtet, dass es dort, nach dem nun auch förmlich beantragten Brexit und der damit verbundenen Rhetorik, bei den Groß- und Investmentbanken zur konsequenten Umsetzung von deren Exit-Strategien kommt. Hierzu soll auch gehören, wenn man unbestätigten Gerüchten Glauben schenken mag, dass die Banken in durchaus spürbarem Umfang aus Rohstoffpositionen aussteigen, um diese in Einheiten außerhalb von Großbritannien gegebenenfalls wieder aufzubauen. Es erscheint in diesem Kontext aber nicht unbedingt plausibel, dass die Liquidierung von Positionen über den Markt zur Übertragung von Positionen notwendig sein soll. Allerdings ist durchaus belegt, dass einzelne Großbanken und andere Financial Player in den ohnehin engen Rohstoffmärkten und bei bestehenden Konzentrationen durchaus die Märkte gehörig in Bewegung versetzen können.

Auf jeden Fall wird den entsprechenden Hinweisen weiter nachgegangen, denn sollten sich diese verdichten, würde dies bedeuten, dass es bei dem Wiedereinstieg der Finanzinvestoren analog zu einer entsprechend starken Aufwärtsbewegung kommen könnte. Allerdings scheint die Situation in China nach zunächst verheißungsvollen Export- und Wachstumszahlen für das erste Quartal aktuell doch eher etwa mau. Auch schwelt die Situation an den überhitzten Immobilienmärkten weiter vor sich hin, ohne das eine Lösung in Sicht ist. Bei einem solch fundamentalen Schwergewicht wie China, mit einem Marktanteil von rund 55% an der weltweiten Edelstahlproduktion, wäre es allerdings ebenso wenig verwunderlich, dass lokale konjunkturelle Einflüsse auch global spürbare Wirkungen zeigen. Denn mit einer derartigen Produktionsmenge gehört China weltweit auch zu den größten Nickelnachfragern und -verbrauchern.

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