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18 Apr 17

Speiseeis trägt zum Verständnis bei

Was schon in der Finanzkrise geholfen hat, hilft auch bei neuen Krisen, scheint das Credo. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Obschon sich die geldpolitischen Maßnahmen durchaus in der kurzen Frist als wirkungsvoll erwiesen haben, sollen, man höre und staune, nach über 7 Jahren lockerer Gelpolitik mit Billionen, die in den Finanzsektor gepumpt wurden, doch nun tatsächlich erste Beträge in der Realwirtschaft ankommen. Man kann daher nur empfehlen, wachsam auf schwarze Schwäne zu achten. Leider passiert deren Erscheinen jeweils sehr schnell und ohne große Vorankündigung. Bis dahin geht es erst einmal weiter wie bisher.

Es ist bei nicht wenigen Dingen und Abläufen festzustellen, dass diese nach einer gewissen Zeit als (gott-) gegeben hingenommen werden und man sich meist keine weiteren Gedanken mehr macht, wo diese eigentlich herkommen und wieso. Vielleicht haben auch manche Menschen zu Beginn mehr oder weniger lautstark Einwände geäußert oder sind wenig erfolgreich mit dem Kopf gegen die Wände, die einflussreiche Lobbys im Eigeninteresse aufgebaut haben, gerannt. Gerade wurde bei der London Metal Exchange (LME) ein vermutlich derartiger Sachverhalt sichtbar. Es geht um den sogenannten Handel im Ring, bei dem sich die Händler der sogenannten Ring Dealing Members der Börse auf einer ringartigen Polsteranlage beziehungsweise Sofa gegenübersitzen und sich zu bestimmten definierten Zeiten die Handelsorders gegenseitig an die Köpfe werfen. Insbesondere der zweiten Ringsession kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, wird doch die jeweils letzte Quotierung dieser Handelsrunde von der LME als offizielles Preissettlement oder –fixing für die einzelnen gehandelten Metalle als weltweit anerkannte Preisreferenz veröffentlicht. Aus vermutlich guten Gründen sollen nun zwei Änderungen bezüglich der Regulierung des Handels im Ring verabschiedet werden.

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