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18 Apr 17

Speiseeis trägt zum Verständnis bei

So wurde über den Nachrichtendienst Bloomberg bekannt, dass die staatlich-indonesische Minengesellschaft PT Aneka Tambang, wie bereits zuvor durch das Unternehmen in Aussicht gestellt, vom Handelsministerium eine endgültige Exportgenehmigung für 2,7 Millionen Tonnen Nickelerz (und 850 Tausend Tonnen Bauxite) bekommen hat. Die Menge ist allerdings deutlich niedriger als die gemeinhin erwarteten 5 Millionen Tonnen. Manch ein Marktbeobachter sah darin den Hintergrund für den Preisrückgang von Nickel an der LME. Aufgrund der allerding bereits vorher erfolgten Ankündigung durch das Minenunternehmen, sind dies aber eigentlich keine neuen Nachrichten mehr. Und daher ist diese Bestätigung von Fakten, nach allgemeiner Auffassung, nicht mehr dazu geeignet, Preise nachhaltig zu bewegen. Einen wesentlichen Einfluss sollte man, wenn überhaupt, beim ersten Bekanntwerden der Information feststellen können.

Daher lehrt die Statistik auch, dass Korrelationen noch lange keine Kausalität begründen. Mit anderen Worten: Wenn zwei Messgrößen sich in scheinbarer Abhängigkeit entwickeln, dann heißt das noch lange nicht, dass die eine die Ursache für die andere ist. So gibt es das bekannte Beispiel, dass mehr Kinder ertrinken, wenn viel Speiseeis verkauft wird. Das liegt aber – wie relativ einleuchtend ist – dann nicht am Eiskonsum, sondern daran, dass im Sommer gleichzeitig die Kinder mehr schwimmen gehen. Ob sich die vorstehenden Anmerkungen letztlich bewahrheiten, wird sich nach den Osterferien zeigen, wenn die Volkswirtschaften wieder Fahrt aufnehmen. Nicht völlig ausgeschlossen ist natürlich, dass auch der Autor am Ende mit einem geschmolzenen Eis da steht.

File: Lesen Speiseeis trägt zum Verständnis bei (PDF)

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