Oryx Stainless Group

Lexikon

S

Schnellarbeitsstähle

Zur Gruppe der Werkzeugstähle zählende legierte Edelstähle. Sie sind in den Stahlgruppennummern 32 (mit Co) und 33 (ohne Co) zusammengefaßt (DIN EN 10 027-2). Ihre besonderen Eigenschaften lassen sich auf die Legierungselemente Cr, W, Mo und V, ggf. auch Co zurückführen. Sie besitzen hohe Härte und Zähigkeit, einen hohen Verschleißwiderstand und hohe Schneidhaltigkeit. Somit eignen sie sich gut zur Be- und Verarbeitung von Werkstoffen. Sie müssen darüber hinaus eine gute Temperaturwechselbeständigkeit aufweisen. Ihre chemische Zusammensetzung und Wärmebehandlung verleiht diesen Stählen hohe Anlaßbeständigkeit und Warmhärte bis zu Temperaturen von 600°C. Ihre Konkurrenzwerkstoffe Hart(metall)legierung und Oxidkeramik, die bessere Schnittleistungen aufweisen, übertreffen die Sch. aufgrund ihrer besseren Zähigkeit. Sie finden Anwendung für spanende Werkzeuge. DIN 17 350, EN 10 020.

Schrott

Werkstoff mit hohem Metallgehalt, der nicht nur als Kühlmittel, sondern auch als sogenannter Sekundärrohstoff bei Stahlerzeugung eingesetzt wird. Auch Schrott gibt es unlegiert oder legiert. Im Stahlwerk fällt sogenannter Eigenschrott an. Fremdschrott wird hinzugekauft. Nach der Schrottsortenliste unterscheidet man zehn verschiedene Schrottsorten. Hierzu zählen Altschrott, Neuschrott, schwerer Altschrott, Shredderschrott, aufbereiteter Müllverbrennungsschrott, aufbereiteter Müllseparationsschrott, Stahlspäne, Pakete aus neuem, leichten Blechschrott und Neuschrott. Die Schrottsortenliste ist weder international gültig noch genormt.

Spektralanalyse

Verfahren zum Nachweis chemischer Elemente in Stählen (qualitative S.) und zur Bestimmung ihrer Massengehalte (quantitative S.). Jedes Element sendet im angeregten Zustand eine Strahlung bestimmter Wellenlänge aus. Ein Stoff beliebiger Zusammensetzung sendet eine Summenstrahlung entsprechend seinen Bestandteilen aus. Mit Prisma oder Gitter lenkt man aus diesem Bündel Einzelstrahlen bestimmter Wellenlänge ab. Nebeneinander auf einen Schirm projiziert, werden sie nach Lage (Ablenkungswinkel) und Intensität erfaßt. Die Lage kennzeichnet das Element, die Intensität den Massengehalt. Beim Spektroskop geschieht die Auswertung durch den Beobachter, beim Spektrometer durch Fotozellen und elektronische Auswertung. Die Anregung besorgt eine Funkenstrecke.