Oryx Stainless Group

Lexikon

H

Hart(metall)legierungen

bestehen zu einem großen Teil (bis zu 95%) aus hochschmelzenden, sehr harten Carbiden. Dabei kann es sich um eine Carbidsorte oder um Carbide verschiedener Hartstoffe (W, Ti, Ta, Nb) handeln. Weiterhin kommen auch Chrom- oder Borcarbide sowie Verbindungen der genannten Hartstoffe mit Stickstoff vor. Der Rest ist Bindephase, wofür grundsätzlich Fe, Co, oder Ni zur Verfügung stehen. In der Praxis wird überwiegend Co benutzt. Während die Carbide die Verschleißfestigkeit aufbringen und für gute Scheideigenschaften sorgen, ist die Bindephase für eine gewisse Zähigkeit und Biegefestigkeit verantwortlich. H. werden pulvermetallurgisch hergestellt. Zunächst werden Bindephase und Hartstoffe innig zu einem Pulver vermischt. Das Pulver wird nun gepreßt und bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes der Bindephase gesintert. Betrachtet man das Gefüge, so sieht man Zusammenballungen von Carbiden, deren Zwischenräume von Bindephase ausgefüllt sind.

Hedging

Unter Hedging (deutsch: Absicherung) versteht man die Verringerung von Risiken, die durch ungünstige Zins- oder Kursentwicklungen entstehen können. Dabei sollen Verluste am Kassamarkt durch Gewinne am Terminmarkt kompensiert werden. Ein Future-Kontrakt ist eine verbindliche Vereinbarung zwischen zwei Parteien, - eine bestimmte Anzahl oder Menge

einer bestimmten Art eines

zugrundeliegenden Objektes

bei Fälligkeit des Kontraktes

zu einem im voraus vereinbarten Preis


zu kaufen und abzunehmen, wenn der Future gekauft wurde, oder zu verkaufen und zu liefern, wenn der Future verkauft wurde. Eine sogenannte Long-Position (oder Long) verpflichtet dazu, bei Fälligkeit des Future-Kontraktes den vereinbarten Preis zu zahlen und die Lieferung des zugrundeliegenden Objektes zu akzeptieren. Die korrespondierende sogenannte Short-Position (oder Short) verpflichtet zur Lieferung des zugrundeliegenden Objektes gegen Erhalt des im voraus vereinbarten Preis.

Hochwarmfester Stahl

Hochwarmfester Stahl
H. ist austenitischer Stahl mit sehr niedrigem C-Gehalt, mind. 13% Cr, hohen Ni-Gehalten von durchweg über 10 und in der Spitze bis zu 34%. Diese Stähle haben bei Temperaturen über etwa 550°C bis etwa 600°C auch unter langzeitiger mechanischer Beanspruchung gute Festigkeitseigenschaften. Zwei Sorten vom Legierungstyp > 20% Cr und > 30% Ni halten die Langzeiteigenschaften bis in Temperaturbereiche von 900 bis 1.000°C. Technische Lieferbedingungen in DIN 17459 für Rundrohre, DIN 17460 für Bleche, Bänder, Stäbe und Schmiedestücke. Verwendung vor allem im Kraftwerksbau, wo die normalen warmfesten Stähle (DIN 17175 und 17177) nicht ausreichen. Warmfeste und hochwarmfeste Stähle für Schrauben und Muttern sind in DIN 17240 genormt.